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Kino macht Schlagzeilen – Was andere über mich schreiben
WENN ANDERE ERZÄHLEN
Manchmal sind es nicht die Geschichten, die ich selbst erzähle, sondern die, die andere über meine Arbeit erzählen.
Hier findet sich eine Auswahl an Presseberichten, Porträts und Beiträgen über mich, meine Arbeit als Kinomacherin und die Projekte, die daraus entstehen.
das erste Porträt bei der Lahrer Zeitung

Text & Foto: Aline Fischer · Quelle: Lahrer Zeitung · Veröffentlichung mit Genehmigung
Mein erstes Porträt in der Kinobranche
2023 wurde meine Geschichte zum ersten Mal nicht nur in der lokalen Presse erzählt, sondern mitten in der Kinobranche. Im damaligen Blickpunkt:Film, heute SPOT Media & Film / Blickpunkt:Film, erschien unter dem Titel „Die Branche mitgestalten“ ein Porträt über mich und meinen Weg im Kino.
Der Titel hätte für mich kaum passender sein können. Denn schon damals ging es um mehr als meinen eigenen beruflichen Weg: um meine Begeisterung für Kino, meine Vorstellungen davon, was wir als Branche bewegen können – und um meinen Wunsch, nicht nur Teil dieser Branche zu sein, sondern sie mitzugestalten.
Rückblickend war dieses Porträt für mich auch der Beginn einer ganz neuen Sichtbarkeit innerhalb der Kinobranche. Zwei Jahre später bekam ich bei SPOT schließlich selbst eine Stimme – mit meiner eigenen Gastkolumne „Kino. Menschen. Momente.“
„Die Branche mitgestalten“ – SPOT Media & Film / Blickpunkt:Film
→ HIER

10 Jahre Forum Kino Lahr
Ein besonderer Geburtstag für ein besonderes Haus: Am 28. März 2024 feierte das Forum Kino Lahr sein zehnjähriges Bestehen. Die Badische Zeitung blickte anlässlich des Jubiläums auf die Entstehung des Kinos zurück und berichtete über die Aktionen rund um Ostern.
Seit dem ersten Tag bin ich Teil dieses Hauses – und ein Stück seiner Geschichte ist damit auch ein Stück meiner eigenen.
→ Artikel bei der Badischen Zeitung lesen Das Forum-Kino in Lahr feiert das Zehnjährige mit Aktionen über Ostern.
Das Zweite Porträt in der Badischen Zeitung
Vier Jahre später wurde meine Geschichte weitererzählt: Im April 2024 porträtierte mich die Badische Zeitung als Theaterleiterin des Forum Kino Lahr. Uwe Schwerer blickte auf meinen Weg zurück – von der ersten Bewerbung und dem ersten Tag im neu eröffneten Kino bis zur Verantwortung für das Haus. Die Badische Zeitung beschrieb diesen Weg als Beispiel für „Beharrlichkeit und Hingabe“.
Ein Porträt über einen Weg, der nie geplant war – und über einen Ort, der längst viel mehr als nur mein Arbeitsplatz geworden ist.
Text: Uwe Schwerer · Badische Zeitung · 8. April 2024
Porträt bei der Badischen Zeitung lesen
→ Hier

herzenssache: kino für alle – reizarm und inklusiv
Im Mai 2024 wurde unser Kinosaal zu einem Ort, an dem Kino ganz bewusst anders sein durfte: reizärmer, zugänglicher und ohne die üblichen Erwartungen an einen Kinobesuch. Gemeinsam mit dem Beirat für die Belange von Menschen mit Behinderung der Stadt Lahr entstand ein besonderer Kinonachmittag, der Menschen mit und ohne Behinderung zusammenbrachte.
Inzwischen ist daraus eine feste Tradition geworden: Einmal im Jahr schaffen wir gemeinsam mit AKTION TREFFPUNKT LAHR einen besonderen Kinotag, an dem Teilhabe und gemeinsames Kinoerleben im Mittelpunkt stehen.
Über das Projekt berichteten unter anderem die Stadt Lahr und RegioTrends.
→ Bericht der Stadt Lahr lesen
→ Bericht bei RegioTrends lesen
schwarzwaldmädel – wenn Heimatfilm auf Heimat trifft
Anlässlich des 150-jährigen Jubiläums des Schwarzwaldvereins Lahr holten wir im Juni 2024 ein Stück Filmgeschichte zurück auf die große Leinwand: Schwarzwaldmädel.
Mir war schnell klar: Nur den Film zu zeigen, war mir nicht genug. So entstand die Idee für ein Rahmenprogramm, das den Schwarzwald schon vor dem Film ins Kino holte: mit Blasorchester, einer Schwarzwald-Galerie im Foyer und einer Sektbar mit regionalen Getränken.
Der Abend sorgte schon im Vorfeld für Berichterstattung – und endete schließlich mit einem ausverkauften Kinosaal. Viele Eindrücke des Abends, darunter auch mein Filmgespräch, habe ich anschließend in einem Video zusammengeschnitten.
Die Vorberichterstattung:
„Heimatfilm Schwarzwaldmädel: Die schöne, heile Welt des Schwarzwalds“ – Baden Online, Mariam El Agha→HIER
Das Jubiläumsprogramm:
150 Jahre Schwarzwaldverein Lahr – Programm Juni 2024→HIER
Der Nachbericht:
„Schwarzwaldmädel“-Film im Lahrer Forum-Kino freut die Besucher – Badische Zeitung→HIER
Der Abend in bewegten Bildern:
Mein Video zum Schwarzwaldmädel-Kinoabend auf→YouTube

Wenn Kino Raum für die schweren Themen schafft
Im November 2024 entstand gemeinsam mit dem Hospizverein Lahr ein besonderer Kinoabend. Im Mittelpunkt standen Themen, über die wir im Alltag oft nur schwer sprechen können: Sterben, Tod und Trauer.
Für mich gehört auch das zum Kino. Filme können Türen zu Gesprächen öffnen, für die manchmal die richtigen Worte fehlen. Sie können berühren, verbinden und einen Raum schaffen, in dem auch die schweren Seiten des Lebens ihren Platz haben dürfen.
Aus diesem Abend entstand für mich aber noch etwas anderes: Achim Wenzel-Teuber wurde zu einem Weggefährten, mit dem ich bis heute sehr verbunden bin und gerne zusammenarbeite. Gemeinsam bringen wir seitdem regelmäßig genau diese tiefen Themen ins Kino und schaffen Abende, an denen Film, Austausch und Begegnung zusammenkommen.
Die Badische Zeitung berichtete über unseren Abend unter der Überschrift „Kino zeigt einen kraftvollen Film über das Sterben“.
→ „Kino zeigt einen kraftvollen Film über das Sterben“ – Badische Zeitung
Eine Zusammenarbeit, die mit einem Kinoabend begann und längst zu einem festen Bestandteil meiner Arbeit als Kinomacherin geworden ist.
Cinetalk – ein herzensprojekt bekommt eine stimme
Im November 2024 startete mit „CineTalk – Treff dein Kino“ ein Projekt, das aus einer ganz persönlichen Überzeugung entstand: Ein Kinobesuch muss für mich nicht mit dem Abspann enden. Ich wollte einen Raum schaffen, in dem wir über Filme sprechen, uns begegnen und unsere Gäste auch ihre Wünsche und Gedanken zu ihrem Kino mitgeben können.
Zum Start mit Alter weißer Mann schrieb ich meine eigene Pressemitteilung und brachte darin auf den Punkt, was hinter der Idee steckt: Kino ist für mich weit mehr als ein Raum mit vier Wänden. Als Kinomacherin möchte ich einem Kino Persönlichkeit verleihen und einen Ort schaffen, an dem Menschen sich zuhause und als Teil eines kulturellen Ortes in ihrer Nähe fühlen können.
Die Badische Zeitung griff meine Pressemitteilung im November 2024 auf und berichtete unter der Überschrift „Gespräche zum Film“ über den ersten CineTalk – inklusive meiner Gedanken und der Idee hinter dem neuen Format.
Was mit einer Pressemitteilung und einer Idee begann, wurde zu einem Format, das Kino und Publikum näher zusammenbrachte. Und für mich zu einer Gelegenheit, unseren Gästen einen Blick hinter die Kulissen zu geben – in unseren Kinoalltag, aber auch in eine Branche, von der das Publikum normalerweise nur die Leinwand sieht.
Ursprüngliche Ankündigung des ersten CineTalks:
→ CineTalk – Treff dein Kino | Stadtanzeiger Ortenau


Die Badische Zeitung hat die Mitteilung für den Dezember CineTalk noch im öffentlichen Archiv HIER
und die Mitteilung für Januar finden Sie HIER
Wenn die nächste Generation nach Kino fragt
Manchmal kommen Interviewanfragen von ganz unerwarteter Seite – und zu dieser konnte ich natürlich nicht Nein sagen.
Ein Schüler wollte von mir wissen, wie es unserem Kino geht, welche Filme die Menschen zu uns ziehen und wie ich auf die Entwicklung der Besucherzahlen blicke. Wenn sich die nächste Generation für Kino und unsere Branche interessiert, nehme ich mir dafür besonders gerne Zeit.
Aus unserem Gespräch entstand der Beitrag „Besonders Familienfilme ziehen die Besucher an“ in der Badischen Zeitung.
Und vielleicht war für mich genau das das Schönste an diesem Interview: Nicht nur über Kino sprechen zu dürfen, sondern einem jungen Menschen einen kleinen Einblick in meinen Alltag als Kinomacherin und in unsere Branche geben zu können.
Jegor Saltykov, Klasse 9b, Scheffel-Gymnasium (Lahr)
→ Interview in der Badischen Zeitung lesen
Wenn Kino und Pflege aufeinandertreffen

Mit Heldin wollte ich im Frühjahr 2025 einen Film zum Anlass nehmen, um über ein Thema zu sprechen, das uns alle betrifft: Pflege. Aus einer Filmvorführung entstand die Idee für einen ganzen Themenabend – mit einer Pflegemesse im Foyer, verschiedenen Einrichtungen aus der Region und einem anschließenden Gespräch.
Für mich hatte dieser Abend noch eine ganz persönliche Bedeutung: Die Veranstaltung fand an meinem Geburtstag den 7. Mai statt und ich widmete sie dem Andenken an meine verstorbene Mutter. Es war damit ein Abend, an dem Berufliches und Persönliches auf eine ganz besondere Weise zusammenkamen.
Schon im Vorfeld berichtete die Badische Zeitung über die Idee und darüber, wie unser Kino an diesem Abend zum Treffpunkt für Film, Pflege und Austausch werden sollte.
→ „Im Lahrer Forum-Kino geht es an einem Abend um die Pflege“ – Badische Zeitung
Auf die Veranstaltung folgte der zweite Bericht. Unter der Überschrift „Ungewohntes Forum für Pflegemesse“ blickte die Badische Zeitung darauf zurück, was aus der Idee tatsächlich geworden war.
→ „Ungewohntes Forum für Pflegemesse“ – Badische Zeitung
Auch das Spital Lahr, das selbst Teil der Veranstaltung war, berichtete anschließend in seinem Hausmagazin über den Abend.

Und dann gab es noch Momente, mit denen ich selbst nicht gerechnet hatte: Vor dem vollen Kinosaal hielt mein Chef eine Rede über mich und gratulierte mir zum Geburtstag. Auch Marion Gentges und Lahrs Oberbürgermeister Markus Ibert ließen es sich nicht nehmen, mir persönlich zu gratulieren. Ein sehr persönlicher Abend, den ich sicher nicht vergessen werde.
Viele dieser Augenblicke – von der Pflegemesse über den voll besetzten Saal und das Filmgespräch bis zu diesen persönlichen Momenten – habe ich anschließend in einem Video festgehalten.
→ Mein Rückblick auf den „Heldin“-Abend – YouTube
Für mich zeigt dieser Abend bis heute besonders deutlich, was Kino sein kann: ein Ort, an dem ein Film nicht das Ende, sondern der Anfang eines Gesprächs ist. Ein Ort für Begegnung, gesellschaftliche Themen – und manchmal auch für ganz persönliche Geschichten.
Feelgood-Kino – gemeinsam Kino erleben
Auch 2025 hieß es wieder: Kino für alle. Gemeinsam mit dem Beirat für die Belange von Menschen mit Behinderung der Stadt Lahr luden wir erneut zu einem besonderen, reizarmen und inklusiven Kinonachmittag ein.
Mit angepasster Lautstärke, gedimmtem Licht und einer entspannten Atmosphäre schaffen wir einen Raum, in dem möglichst viele Menschen Kino auf ihre Weise erleben können. Was als besonderes Projekt begann, ist inzwischen zu einer Veranstaltung geworden, die uns jedes Jahr aufs Neue am Herzen liegt.
Über diesen gemeinsamen Kinonachmittag berichtete auch der Stadtanzeiger Ortenau:
„Feelgood-Kino feiert das Leben“ – Stadtanzeiger Ortenau → HIER
Wenn sich Türen öffnen

Manche Geschichten entstehen nicht in einem einzigen Moment. Diese führte über mehrere Stationen bis nach Baden-Baden – an einen Tag, an dem für mich Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft auf besondere Weise zusammenkamen.
Im Januar 2025, während der Filmwoche München, berichtete SPOT über die Kurt Schalk Stiftung und ihre Arbeit. Als Stipendiatin durfte auch ich meine Erfahrungen einbringen und wurde in dem Artikel zitiert. Es ging um etwas, das ich selbst erleben durfte: darum, wie wichtig es ist, Menschen in unserer Branche Möglichkeiten zu geben und ihnen Türen zu öffnen.
→Es ist wichtig, Türen zu öffnen“ – SPOT Media & Film
Nur wenige Wochen später wurde daraus ein ausführlicheres Gespräch. Gemeinsam mit Lukas sprach ich über unsere Erfahrungen als Geförderte und darüber, was ein Stipendium nicht nur für den eigenen beruflichen Weg, sondern auch für die Branche bedeuten kann.
→Eine Bereicherung für alle Beteiligten“ – SPOT Media & Film
Und dann kam Baden-Baden.
Beim Kinokongress im Mai 2025 durfte ich im Panel der Kurt Schalk Stiftung selbst auf der Bühne stehen und in einer Rede von meinem Weg und meinen Erfahrungen mit der Förderung erzählen. SPOT veröffentlichte meine Rede anschließend vollständig.
Gleichzeitig richtete sich der Blick an diesem Tag bereits auf die nächste Generation: Unsere Nachfolger wurden vorgestellt und die neuen Stipendiaten erhielten ihre Förderung. Von einem von ihnen stammt auch das Zitat, das SPOT als Überschrift des Artikels wählte: „Meine Motivation ist der Kindheitstraum, ein Kino zu besitzen.“
→SPOT-Bericht vom Kinokongress 2025
Und für mich persönlich schloss sich an diesem Tag noch ein weiterer Kreis: Beim FTM-Panel erhielt ich mein Zertifikat für den Filmtheatermanager – nach einem Weiterbildungsjahr, das mir auch durch die Förderung der Kurt Schalk Stiftung ermöglicht worden war.
So wurde aus mehreren Veröffentlichungen innerhalb weniger Monate eine zusammenhängende Geschichte: Im Januar ging es darum, Türen zu öffnen. Im Februar darum, was Förderung bewirken kann. Und im Mai stand ich schließlich selbst in Baden-Baden auf der Bühne – während gleichzeitig schon die nächste Generation ihre Chance bekam.
Genau darin liegt für mich vielleicht der schönste Gedanke der Förderung: Eine Tür öffnet sich nicht nur einmal. Hinter uns kommen die Nächsten.
Wenn Anime die Kinosäle erobert
Anime ist längst kein Nischenthema mehr – und auch bei uns in Lahr lässt sich beobachten, wie groß und leidenschaftlich das Publikum inzwischen geworden ist.
In einem kurzen Interview durfte ich darüber sprechen, wie sich der Anime-Boom bei uns im Kino bemerkbar macht, wer für diese Filme zu uns kommt und warum sie mittlerweile einen festen Platz auf der großen Leinwand haben.
Für mich ist diese Entwicklung auch ein schönes Beispiel dafür, wie sich Kinopublikum verändert und neue Zielgruppen ihren Platz im Kino finden. Manchmal muss man nur genau hinschauen, wer da eigentlich vor der eigenen Leinwand sitzt.
→ „Vom Nerd-Hobby zum Mainstream: Manga-Boom in Lahr“ Badische Zeitung
Weil wir es müssen – Kino als Raum für schwierige Themen
Manche Veranstaltungen sind leicht zu planen. Bei anderen weiß man von Anfang an, dass sie Fingerspitzengefühl brauchen.



Die Premiere des Ukraine-Dokumentarfilms Weil wir es müssen gehörte für mich eindeutig zur zweiten Kategorie. Angesichts des russischen Angriffskrieges und gleichzeitig der vielen russlanddeutschen Bürger in unserer Stadt war mir bewusst, wie sensibel und auch konfliktbehaftet dieses Thema sein konnte.
Denn bei einem Gedanken wollte ich keine Abstriche machen: Unser Kino ist ein Ort für jeden Menschen – unabhängig davon, woher jemand kommt. Niemand sollte das Gefühl bekommen, bei uns nicht willkommen zu sein oder aufgrund seiner Herkunft ausgeschlossen zu werden.
Gleichzeitig war es mir wichtig, unser Kino genau für solche Themen zu öffnen. Ein Kino kann unterhalten, aber es kann auch hinschauen, Fragen stellen und einen Raum schaffen, in dem gesellschaftliche Themen sichtbar werden und Menschen miteinander ins Gespräch kommen können. Gerade wenn ein Thema schwierig ist, darf Kino diesem Gespräch einen Platz geben.
Mit der Premiere von Weil wir es müssen haben wir diesen Raum geöffnet. Die Badische Zeitung begleitete den Abend und berichtete anschließend über die Veranstaltung.
Für mich war dieser Abend auch eine Erfahrung darin, was es bedeutet, als Kinomacherin Verantwortung zu übernehmen: offen zu bleiben für alle Menschen und gleichzeitig den Mut zu haben, auch schwierigen Geschichten eine Leinwand zu geben.
Ich schrieb darüber auch in meiner SPOT-Kolumne
→ https://the-spot-mediafilm.com/news/kinonews/wir-oeffnen-raeume-auch-wenn-es-unbequem-wird
Wenn im Kinosaal die Nadeln klappern

Stricken und Kino – warum eigentlich nicht? Zum Weltstricktag 2025 haben wir beides miteinander verbunden und unseren Kinosaal zu einem Treffpunkt für Menschen gemacht, die neben der Liebe zum Film noch etwas anderes verbindet.
Die Veranstaltung entstand in Kooperation mit der Mediathek Lahr. Im Foyer waren die Lahrer Wollläden mit eigenen Ständen vertreten, sodass sich schon vor dem Film alles ums Stricken, Stöbern und den gemeinsamen Austausch drehte. Im Kinosaal selbst durfte bei angepasstem Licht während des Films natürlich weitergestrickt werden.
Und obwohl wir an diesem Tag über 30 Grad hatten und das eine Spontane Idee mit nur zwei Wochen Planung war, war der Kinosaal voll. Während draußen Hochsommer herrschte, saßen drinnen Menschen mit Wolle und Stricknadeln vor der großen Leinwand – ein Anblick, den man auch nicht alle Tage erlebt.
Die Badische Zeitung war dabei und berichtete anschließend unter der Überschrift „Stricken und Kinoerlebnis: Am Weltstricktag war im Lahrer Forum-Kino beides geboten“ über den besonderen Kinotag.
Für mich sind genau solche Veranstaltungen ein Beispiel dafür, wie vielseitig Kino sein kann: Menschen über ihre Interessen zusammenbringen, Gemeinschaft schaffen – und aus einem Kinobesuch ein gemeinsames Erlebnis machen.
Artikel in der Badischen Zeitung lesen
→ Stricken und Kinoerlebnis: Am Weltstricktag war im Lahrer Forum-Kino beides geboten“ – Badische Zeitung
Und weil es so schön war, haben wir es schon im Oktober erneut gemacht
→ Stricken und Häkeln liegen im Trend
Jetzt machen wir es immer wieder 🙂
→ Das Forum Kino Lahr zeigt beim Strickkino den Film Glennkill – ein Schafskrimi
Mein Weg – und was in dieser Branche möglich ist
KINO & ICH

Im Sommer 2025 durfte ich für KINO & ICH vor der Kamera stehen und von meinem ganz persönlichen Weg in der Kinobranche erzählen.
Ein Weg, der an der Popcorntheke begann und mich schließlich in die Theaterleitung führte. Dabei ging es aber nicht nur um meine Geschichte, sondern vor allem um die Frage: Welche Entwicklungsmöglichkeiten bietet eine Branche, in die viele Menschen eher zufällig hineinfinden?
Ich konnte darüber sprechen, wie sich Verantwortung entwickelt, welche Möglichkeiten entstehen, wenn man bereit ist, immer wieder Neues zu lernen – und warum Kino für mich längst mehr als ein Beruf geworden ist.
Besonders schön finde ich den Gedanken hinter KINO & ICH: Menschen einen Blick hinter die Kulissen unserer Branche zu ermöglichen und zu zeigen, wie vielfältig die Berufe und Wege im Kino sein können. Vielleicht entdeckt dadurch jemand eine Möglichkeit für sich, von der er vorher noch gar nicht wusste, dass es sie gibt.
Denn mein eigener Weg war schließlich auch nicht geplant. Er ist entstanden. Schritt für Schritt – und mit jeder Tür, die sich geöffnet hat.
Ein Gespräch über Kinosommer und Lahrer Eigenheiten
Im Oktober 2025 durfte ich der Badischen Zeitung erneut Rede und Antwort stehen. Diesmal ging es um die Frage, wie der Kinosommer in Lahr gelaufen war, welche Filme die Menschen zurück in die Säle gebracht hatten und was unser Publikum eigentlich auszeichnet.
Nach einem schwierigen Start in den Sommer sorgte vor allem Das Kanu des Manitu für einen kräftigen Schub. Im Gespräch konnte ich aus meiner Perspektive als Theaterleiterin erzählen, wie unmittelbar wir solche Entwicklungen vor Ort erleben – und warum manchmal ein einziger Film einen spürbaren Unterschied machen kann.
Aus dem Interview entstanden gleich zwei Artikel. Im ersten ging es um den Kinosommer und den Erfolg von Das Kanu des Manitu. Der zweite griff eine Beobachtung auf, die ich aus meinem Kinoalltag nur zu gut kenne: die ganz eigene Art der Lahrer, ins Kino zu gehen.
Gerade solche Gespräche mag ich besonders, weil Besucherzahlen und Kinoerfolge eben nicht nur Zahlen sind. Hinter ihnen stehen Menschen, Gewohnheiten und manchmal auch kleine lokale Eigenheiten – und wer jeden Tag mit seinem Publikum arbeitet, lernt diese ziemlich gut kennen.
→ „Diese Eigenheit haben die Lahrer beim Kinobesuch“ – Badische Zeitung
Filmreife Expedition hinter die Kulissen
Manchmal entstehen die schönsten Begegnungen ganz spontan. Als mich die Anfrage erreichte, ob die Berghauptonauten einmal einen Blick hinter die Kulissen unseres Kinos werfen dürften, musste ich nicht lange überlegen: Klar, das mache ich!
Also wurde das Forum Kino kurzerhand zum Entdeckungsort. Gemeinsam gingen wir dorthin, wo unsere Gäste normalerweise nicht hinkommen, und ich konnte den Kindern zeigen, was alles passieren muss, bevor ein Film überhaupt auf der großen Leinwand läuft – von der Projektion und dem Sound bis zur Popcornküche und unserem ganz normalen Kinoalltag.
Besonders schön finde ich solche Momente, weil Kinder Kino plötzlich mit ganz anderen Augen sehen können. Nicht nur als Ort, an dem Filme laufen, sondern als Ort voller Technik, Menschen und Geschichten hinter der Leinwand.
Und wer weiß: Vielleicht war unter den kleinen Berghauptonauten ja schon die nächste Generation Kinomacherinnen und Kinomacher dabei.
Wenn die Perspektive aus dem Kino auf die Berlinale trifft

Die Kinoperspektive auf der Berlinale
Im Februar 2026 führte mich mein Weg nach Berlin. Im Rahmen der Berlinale wurde ich vom Bundesverband Regie (BVR) als Speakerin zur Veranstaltung „Deutscher Film – Gross im Kino“ eingeladen.
Im Mittelpunkt stand eine Frage, die mich auch in meiner täglichen Arbeit immer wieder beschäftigt: Wie findet der deutsche Kinofilm sein Publikum?
Filmschaffende, Verleiher und Kinobetreibende kamen zusammen, um darüber zu sprechen, wie Filme sichtbarer werden können, was Kinos brauchen und wie wir Menschen – insbesondere auch Kinder und junge Erwachsene – wieder stärker für deutsche Filme begeistern können.
Ich durfte dabei die Perspektive aus dem Kino einbringen: aus meinem Alltag mit unserem Publikum, aus der praktischen Besucherarbeit und aus der Erfahrung, was vor Ort passiert, wenn ein Film schließlich dort ankommt, wofür er gemacht wurde – auf der großen Leinwand und bei den Menschen im Saal.
Für mich war diese Einladung etwas Besonderes. Denn wenn wir über die Zukunft des deutschen Films sprechen, gehört für mich die Kinoperspektive mit an den Tisch. Wir erleben jeden Tag unmittelbar, welche Geschichten Menschen erreichen, wo Hürden entstehen und was es braucht, damit aus einem Film tatsächlich ein Kinoerlebnis mit Publikum wird.
Anlass für die Einladung war auch eine meiner Kolumnen bei SPOT
→ Deutsche Filme Groß im Kino – eine Einladung zum Umdenken
Im Anschluss an die Veranstaltung schrieb ich erneut über den Deutschen Film
Außerdem entstand ein ausführlicher Sachbericht des Bundesverbands Regie, der die Diskussion und ihre Ergebnisse dokumentiert und den ich mit freundlicher Genehmigung, auf meiner Website veröffentlichen darf. Ein Blick lohnt sich!
Berlinale 2026 – BVR-Panel
Sachbericht des Bundesverbands Regie über das Panel und die Veranstaltung.
📄 Die Dokumentation zum Nachlesen
Einfach im Dokument scrollen – Die vollständige Dokumentation kann direkt hier auf der Seite gelesen und durchgeblättert werden, da sie eingebettet ist.
→ Offizielle Veranstaltungsseite des Bundesverbands Regie
Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Bundesverbands Regie (BVR).
Eine Tradition zum Weltfrauentag
Manche Kooperationen begleiten ein Kino nicht nur für einen Abend, sondern über viele Jahre. Seit der Eröffnung unseres Kinos gestalten wir gemeinsam mit dem Frauenpolitischen Forum Lahr Veranstaltungen rund um den Weltfrauentag.
Jedes Jahr wählen die Frauen des Frauenpolitischen Forums einen Film aus, der Frauen und ihre Geschichten in den Mittelpunkt stellt oder gesellschaftliche und politische Themen aufgreift. Wir geben diesem Film die große Leinwand und schaffen gemeinsam den passenden Rahmen für den Abend.
2026 fiel ihre Wahl auf den Dokumentarfilm Ein Tag ohne Frauen.
Ich mag diese langjährige Zusammenarbeit besonders, weil sie zeigt, was entstehen kann, wenn Kino und lokale Partner über viele Jahre gemeinsam Themen sichtbar machen. Aus einzelnen Veranstaltungen ist längst eine Tradition geworden – und der Weltfrauentag hat damit seit unserer Eröffnung einen festen Platz in unserem Kino.
12 Jahre Forum Lahr – und die Frage nach dem Publikum

Am 28. März 2026 wurde unser Forum Kino Lahr zwölf Jahre alt. Für mich war klar: Wenn wir Geburtstag feiern, dann am liebsten mit einem besonderen Kinoerlebnis.
Mit SAME SUN und Wiebke Lühmann als persönlichem Gast bekamen wir genau das. Nach dem Film nahm Wiebke unser Publikum im Gespräch noch einmal mit auf ihre außergewöhnliche Fahrradreise von Freiburg bis zum Kap der Guten Hoffnung und erzählte von Begegnungen und Erfahrungen, die in 82 Filmminuten gar keinen Platz finden konnten.
Der Kinosaal war an diesem Abend restlos ausverkauft.
Einige Tage später entdeckte ich einen Bericht über unseren Abend, mit dem ich überhaupt nicht gerechnet hatte. Svenja Schrade von BikeTouri war als ganz normaler Gast bei uns gewesen und hatte anschließend eine ausführliche Filmkritik veröffentlicht.
Eine Beobachtung darin ließ mich besonders schmunzeln: Sie hatte für einen Bikepacking-Film mit einem wesentlich jüngeren Publikum gerechnet. Stattdessen stellte sie überrascht fest, dass mehr als die Hälfte unseres Saals aus Seniorinnen und Senioren bestand – und fragte sich schließlich:
Wer ist eigentlich die Zielgruppe für so einen Film?
Die Antwort darauf kann ich geben.
Denn dieses Publikum saß nicht zufällig dort.
Für diesen Abend hatte ich ganz bewusst Menschen und lokale Partner zusammengebracht, deren Interessen eine Verbindung zu Wiebkes Geschichte hatten. Genau darin liegt für mich ein wesentlicher Teil von Besucherarbeit: Nicht darauf zu warten, dass die vermeintliche Zielgruppe einen Film von selbst entdeckt, sondern herauszufinden, für wen eine Geschichte interessant sein könnte – und diese Menschen miteinander zu verbinden.
Wie genau dieses ungewöhnlich gemischte Publikum entstanden ist und warum Begeisterung manchmal die beste Form von Kinowerbung ist, habe ich später selbst in meiner SPOT-Kolumne „Kinoliebe – Wenn Begeisterung ansteckend wird“ erzählt.
So beantworten sich auf meiner Website plötzlich zwei Texte gegenseitig: Eine Zuschauerin sitzt im Saal und fragt sich, woher dieses Publikum kommt. Und die Kinomacherin erzählt die Geschichte dahinter.
→ Filmkritik und Rückblick auf unseren ausverkauften Abend bei BikeTouri
→ Meine SPOT-Kolumne „Kinoliebe – Wenn Begeisterung ansteckend wird“